Einen Aufruf zu schreiben, ist gar nicht so einfach. Er darf nicht zu langatmig sein, muss aber alle notwendigen Informationen beinhalten, damit der Leser nachvollziehen kann, wofür er sich einsetzen soll. Er muss die Wichtigkeit unterstreichen und die Betroffenheit jedes Einzelnen aufzeigen. Und er soll ermutigen und Hoffnung machen und dazu animieren, sich einzubringen.

In unserem Fall wurden bereits sämtliche Informationen, alle Fakten und alle sich daraus ergebenden Konsequenzen lang und breit und über Monate hinweg in allen Medien immer und immer wieder verbreitet. Unzählige Reportagen, Vorträge, Artikel und Blogs zeigen auf, wie die Überwachung funktioniert und verdeutlichen die damit verbundenen Eingriffe in unsere Freiheit, die Beschneidung von Grundrechten und die Gefahren für unsere Demokratie. Und täglich kommen neue Meldungen hinzu.

Da den Überblick zu behalten, fällt schwer. Ein Einzelner kann sich kaum mit allen Aspekten des Themas befassen. Wer kann schon das technische, politische und juristische Ausmaß in vollem Umfang erfassen? Nur, wenn es uns gelingt, die Fachleute und Experten der einzelnen Bereiche zusammen zu bringen und damit ein gesamtgesellschaftliches Bündnis zu schmieden, haben wir gemeinsam das Potential dazu.

Das Bündnis Demokratie statt Überwachung hat sich genau das zur Aufgabe gemacht. Wir möchten Organisationen und engagierte Menschen zusammen bringen und eine Plattform bieten, sich auszutauschen, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten und diese auch mit dem notwendigen Nachdruck - getragen von einer bereiten gesellschaftlichen Basis - in die Tat umzusetzen.

Wenn wir unser Wissen, unsere Fähigkeiten und Kräfte bündeln, können wir viel erreichen.

Schließt euch dem Bündnis an!

Gemeinsam sind wir stark!

 

Michael Hennig - attac Darmstadt